1. Skip to Menu
  2. Skip to Content
  3. Skip to Footer

Schneefahrzeuge

Im letzten Jahrhundert versuchten Erfinder immer wieder Schneefahrzeuge zu entwickeln, die etwa die Funktion ausüben, die der heutige Skibob erfüllt.

1892 meldete der Amerikaner John C. Stevens aus Hartford, ein US-Patent für ein Schneefahrrad an. Als Vorbild diente ihm ein normales Fahrrad, dessen Vorderrad er durch eine Schlittenkufe ersetzte und dessen Hinterrad zwischen zwei Schlittenkufen lief.
Dieses Gerät ist wie viele der folgenden nie aus dem Entwicklungsstadium herausgekommen.
Bekannt geworden sind noch um die Jahrhundertwende ein sogenannter "einspuriger Schlitten", sowie um 1910 die Schweizer Erfindungen wie:
Schneevelo
Monogleit
Velo-Gemel
Diese Geräte benötigten spezielle Schneefahrbahnen mit Auslauf
In diesem Jahr erfand der Spanier Enrique Nunes - wie schon viele vor ihm - ein verbessertes "Schneevehikel". Nach dem zweiten Weltkrieg baute man, um das Schifahren zu modernisieren oder auch als Ersatzlösung für Versehrte Geräte, die dem "einspurigen Schlitten" ähnlich waren. Anstelle der Kufen wurden später Schier montiert und daraus entstand das Zwittergerät Schibob.
Im bayrischen Kiefersfelden wurde von Georg Gfällner sen. ein Gerät entwickelt das dem Schweizer Monogleit oder Schneevelo glich.
Georg Gfällner sen. verfeinerte die Stoßdämpfung durch einen eiförmigen Schwingrahmen und baute wie beim Motorrad Fußraster daran an.
Dieses Gerät (Gfäller-Ei) wurde auf Bob- und Rodelpisten, bei Schijöring und später auch auf Schipisten gefahren.
Sein Name wurde am 25.10.1951 als "SKIBOB" in das Handelsregister für Geschäftsbetriebe, Herstellung und Vertrieb von Wintersportgeräten von Georg Gfällner jun. eingetragen.
Georg Gfällner jun. (FISB-Präsident 1961-1976) erkannte den großen Wert des Schibobs als Wintersportgerät und baute des "Gfäller-Ei" in Deutschland serienmäßig.
In Österreich wurde parallel zum Skibob (Gfäller-Ei) aus Bayern von Engelbert Brenter aus Hallein ein sogenannter Sitz Schi gebaut, der alle Merkmale des heutigen Schibob besitzt (Patent angemeldet am 2.10.1952).
Dieses Gerät hatte anstelle der Kufen Schier und der Fahrer, um eine bessere Fahrsicherheit zu haben, unter den Schuhen mittels einer Schibindung Fußschier befestigt.
Erst durch diese Kombination, konnte man alle Techniken des modernen Schilaufes, wie Gleiten und Schwingen nachvollziehen und erfüllte all Ansprüche des heutigen Schibob Sports.

Erst 1958 wurde der Kontakt durch Georg Gfäller jun. (der erstmals in der Kinowochenschau Halleiner Sitzschifahrer sah) und den Brüdern Erich und Willi Brenter hergestellt.
Beim ersten gemeinsamen Skibob Rennen zu dem Georg Gfäller die Halleiner nach Hausham/D lud, war der "Brenter-Sitzschi" dem "Gfäller-Ei" überlegen.
Seit dieser Begegnung taufte Erich Brenter seinen hölzernen "Sitzschi" in Schibob um und Georg Gfäller jun. benützte zu seinem Gerät Fußschier.
Diese gegenseitige Befruchtung hatte einen weltweiten Aufschwung des Schibob Sportes zur Folge.

Eine eigene Wettlaufordnung wurde geschaffen (IWO), durch Georg Gfäller zusammengestellt und durch Hubert Pittner / A später laufend verfeinert.
Es entstanden Schibob Fabrikationen in allen Alpenländern.
Schibob-Clubs wurden gegründet, die Schibob Veranstaltungen durchführten.

Gründungen:
SBC Tirol 1955 durch Walter Gasser in Gries am Brenner
Schiclub Hallein, Sektion Schibob 1958, Obm. Rudolf Lichwa
Naturfreunde Hofgastein, Sektion Skibob 1959 durch Obm. Franz Hessenberger
PSV St. Pölten mit Obm. Plaha
u.v.a.

Quelle: OESBV